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Partieanalyse 5. Spieltag LK Süd 2010/2011 - TuS II vs. Schönebecker SV I

Nach langer Zeit mal wieder eine ausführlichere Partiebetrachtung, "Schuld" daran, war das tolle Abschneiden der Mannschaft und das vorweihnachtliche Beisammensitzen nach Beendigung des Wettkampfes.

Los gehts an Brett 4: Lorente - Letzgus
Manuel Lorente ist aus TuS Sicht ein alter Bekannter, schon oft kreuzten sich die Klingen, besonders Micha weiß zu berichten! In Turnieren und Punktspielen meist ein gutes Pflaster, erwies sich mein Gegner in Pokalspielen oft als Spielverderber und kegelte uns an Brett 1 spielend zwei Mal aus dem Wettbewerb. Vorsicht war also geboten!
Los ging es mit einem klassischem Franzosen und 7.h4 was mir gänzlich unbekannt war.
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Ich entschloss mich mit 7. ... Dxd4 den d-Bauern einzusacken, musste meinen Mehrbauern aber nach Damentausch und 9. 0-0-0 in einen Doppelbauern umwandeln um nicht Matt zu gehen. Nach Abtausch aller Figuren im 18. (!!) Zug entstand folgendes Bauernendspiel:
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Im schlechtesten Fall, sollte es immer für ein Remis reichen, so meine Planung. Zunächst wollte ich am Königsflügel spielen um möglichst meine Bauernschwäche ausfzuheben und einen Freibauern zu bilden.
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Der Plan ging auf, wenn gleich ich den Sack schon hätte zu machen können. Trotzdem ist diese Stellung verheißungsvoll, man muss nun aber genau spielen um zu verhindern, dass Weiß am Damenflügel dicht macht. Am Königsflügel ging es nicht recht weiter, denn wenn Schwarz mit f6 versucht zu hebeln ist der schwarze König (Weiß schlägt nicht!) ebenfalls immer gebunden, so dass eine remisverdächtige Stellung entstehen könnte. Das war mir zu heiß, also galt es hier b5! (das Ausrufezeichen kommt von Fritz ;-) zu finden.
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Folgerichtig entstand diese Stellung. Nun ist eigentlich alles klar: Schwarz zieht noch einmal mit dem König und dann e3 und alles ist in Butter, ich versuchte es gleich mit e3 und müsste für diese Dummheit eigentlich bestraft werden, denn in der Tat hat Weiß in dieser Stellung Remis:
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Allerdings wurde Kc4 gezogen und der Sieg war mir sicher, da der Bauer noch genügend oft ziehen muss und daher genug Tempi vorhanden sind! Ke5 hätte zum Remis gereicht, ich hatte also zum Schluss noch Mal böse gepatzt, Schade die Partie war sonst sauber!

Machen wir an Brett 6 weiter: Reimann - Peschos, C.
Celine's Gegner hatte einen Stonewall-ähnlichen Aufbau gewählt, den Turm aber recht nutzlos ins Abseits gestellt, so dass hier Schwarz leicht besser stehen sollte:
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Weiß entschloss sich zum interessanten Figurenopfer mittels Sxe4. Drei Bauern sind ihm dafür sicher. Kurze Zeit später kam es zur folgenden Stellung die ich mal als Schlüsselstellung bezeichne:
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Weiß kommt mit seinen Bauern nicht recht voran, und so kann Schwarz, wenn aktiv gespielt wird, leichten Vorteil reklamieren. Stark und auch nicht unlogisch wäre nun T(a)c8, Celine entschied sich leider für das zu passive Sc7, was nach Tc1 sofort Probleme bereitet. Dahin der kleine Vorteil, kurze Zeit später trafen sich die schwarzen Figuren zur Vollversammlung auf der Grundreihe und der Verlust war unvermeidbar, Schade, denn die Stellung gab definitiv mehr her!

Brett 2: Germer - Lechnauer
Uwe hatte es mit dem zweitstärksten Spieler der Gastgeber zu tun. Nach schöttischer Eröffnung, und aktivem Spiel unseres 2. Brettes kam es zu folgender Stellung:
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Uwe vertraute hier auf die Stärke seiner Leichtfiguren und entschloss sich zum Qualitätsopfer mittels Txg6. Tc8 und Bauerngewinn wäre zwar etwas besser gewesen, doch vielversprechend ist auch die Stellung nach Uwe's Variante. In der Tat sah sich Detlev gezwungen die Qualität zurückzugeben und nach einigen weiteren Zügen stand es so:
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Hier muss Schwarz nun genau spielen, z.B. mittels Tf4 (schielt auf f2 ohne den starken weißen Bauern außer Augen zu lassen). Td4 war hier definitiv ein entscheidender Fehler, denn nun kann weiß mittels Dg8 einen tödlichen Freibauern schaffen.
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So kam es auch, diese Stellung ist total verloren für Schwarz, Uwe hatte aber einen letzten Trick auf Lager, denn Weiß dachte mit Lh3 alles klar machen zu können. Hier kommt nun Qualitätsopfer Nummer 3: Txg7!. Der gefährliche Freibauer konnte also auf Kosten der Qualität beseitigt werden und tatsächlich spielt nun wieder Schwarz. Das Weiße Dauerschach nach Rückopfer des Turms war aber unvermeitlich und so endete die Partie nach einigen Ups and Downs mit einer Punkteteilung.

Nun zu Brett 1: Domröse - Görgens
Micha hatte sich schon die ganze Saison nichts aus starken Gegnern gemacht, so schreckte er auch vor dem oberligaerfahrenem Spitzenbrett der Schönebecker nicht zurück.
In einer schnell von der Theorie abweichenden Caro-Kann Variante kam es Ausgangs der Eröffnung zu folgender Stellung:
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Die a-Linie ist der Weiße Trumpf, Micha wollte sofort öffnen und wählte axb5. Vorherige Verdopplung der Türme wäre hier etwas besser gewesen. Trotzdem spielt nur Weiß. Nach einigem Herummanövrieren kam es zu dieser Spielsituation:
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Der schwarze Springer hält den Laden leider dicht und Weiß kann nicht einbrechen. Kg3 kann versuchen auf Sieg zu spielen, schlussendlich einigte man sich aber friedlich. Wieder einmal eine tolle Leistung, denn Micha hatte es geschafft des Gegners Spitzenbrett komplett aus dem Spiel zu nehmen.

Mit dem 4:4 können wir optimistisch in die Zukunft gucken!
Philipp Letzgus