17. Spieltag 12.03.2011 SV Pechau 15:00 Uhr

 

Da war es nun soweit. Unsere erst Überlandfahrt innerhalb der Stadt. Pechau als Gegner zu haben kann zu Hause ganz nett sein, dafür aber auswärts umso schwieriger. Und dies sollte sich wieder mal bewahrheiten. Der Platz, der Gegner und die eigene Unsicherheit führten zu einem Spiel, welches so in dieser Form nie ablaufen sollte. Man wollte von der 1. min. an den Gegner unter Druck setzen, und dies gelang. Vor allem über Uli Simon wurde viel Druck entwickelt. Dies zahlte sich dann schon nach 10 min. aus, als Uli sich im Strafraum durchsetzte und Marcus Mußmann bediente, welcher aus Nahdistanz vollendete. Weitere Möglichkeiten wurden teils fahrlässig liegen gelassen. Dann der Schock nach 20 min., als sich Uli den Fuß verknackste und raus musste. Dies führte zum Bruch. Die Bälle wurden zu schnell verloren, man ließ sich auf Zweikämpfe mit dem Gegner ein und versuchte auf diesem Acker Fußball zu spielen. Und so ließ man sich nach und nach den Schneid abkaufen und vom wuchtigen Gegner beeindrucken. Das Pechau keine filigranen Künstler sind weiß man, aber dass diese Mannschaft kämpferisch über sich Hinaus wachsen kann, das wusste man. Aber man setzte nichts entgegen, sondern ruhte sich auf der Führung aus. Folgerichtig fiel dann der glückliche Ausgleich, als sich Skenner und Stefan Jülich behinderten, Stefan den Ball nicht unter Kontrolle bringen konnte, und der Gegner ins leere Tor einschieben konnte. Aber man war doch noch nicht tot. Kurz vor der Halbzeit setzte sich Henry Jüterbock im Mittelfeld durch und passte auf den freistehenden Kevin Fuhr, der den Torwart tunnelte und zur Führung einschoss. In der zweiten Halbzeit machte man dann ungefähr bis zur 70. alles falsch, was man nur falsch machen konnte. Man ließ sich den Schneid abkaufen, spielte zu nachlässig und kam mit dem Spielsystem des Gegners gar nicht zurecht. Die spielten mit 7 Mann hinten und 3 Mann vorne, und ohne Mittelfeld. Und damit konnte keiner was anfangen. Vogelwild lief das ganze Team durch den Nachmittag. Der Ausgleich in der 55.min fiel nach einem Solo auf der linken Abwehrseite, als ein Spieler vier!Gegenspieler auf sich zog, und einfach in die Mitte passte, wo freistehend ein Stürmer aus 20 m direkt ins kurze Eck traf.Danach kam die Zeit von Torwart Stefan Jülich, der mit etlichen Paraden die Mannschaft vor dem endgültigen Aus bewahrte. Und mit dieser Ruhe und Gewissheit im Rücken, begann man wieder nach vorne zu spielen, und begann den Gegner wieder besser zu bespielen. Ein Lattenschuss von Fischi und ein Lattenkopfball von Mußi, sowie einige Schussmöglichkeiten sprangen dabei heraus.In der 77. min war es dann mal wieder dem Abstauber vom Dienst vorbehalten einen ungenauen Schuss von Henry Jüterbock aufzunehmen und aus Nahdistanz zur vielumjubelten Führung zu vollenden.Pechau danach mit aller Wut, aber mit Glück und Geschick konnte in der Abwehr schlimmeres verhindert werden. Nur die Konter wurden nicht konzentriert zu Ende gespielt, so hätte man auch schnell eher Ruhe haben können. Nach dem Abpfiff waren der Jubel und die Erleichterung groß, hier gewonnen zu haben. Es war eines dieser Spiele wo man sich viel mehr über den Sieg freuen muss, als über die gemachten Fehler nachzudenken. Einfach abhaken und die Punkte mitnehmen. Der Gegner kämpfte mit allen Mitteln, und es war sehr schön zu sehen, dass die Emotionen, die sich während des hektischen Spiels ansammelten, nach dem Spiel zurückgingen und jeder miteinander vernünftig kommunizieren konnte. Das ist selten, aber deshalb umso höher anzurechnen. Kurz zum Schiri. Schlecht auf beiden Seiten, inkonsequent in der Kartenvergabe(auch beidseitig), und teilweise nicht dem Schutz der Spieler nachkommend. So kann man diese Spiele nicht pfeifen. In anderen Begegnungen geht das meist böser aus...
Mund abputzen und auf nächste Woche schauen. Da geht es gegen die Wundertüte Börde III...

Aufstellung:Jülich;Mai,Haberler,Thiele;Jüterbock,Ruppert,Michall(88.Allendorf),Fuhr;Mußmann(88.Mach),Fischer,Simon(20.Neppe)