Landesliga A 2012/2013 – 9. Spieltag

Wenig Kampf in der Schlussrunde. Als ich mir um 11 ein Bild vom Geschehen machen wollte war schon etliche Male das Resultat 0,5 vermerkt wurden – Schade, da hätte ich mir etwas mehr erwartet L

So viel passierte dann auch nicht, erwähnenswert ist, dass sich Quedlinburg gebührend verabschiedet (eine neue Harz-Kraft rückt aber nach) und TuS punktgenau landet.

Alles weitere wie immer anschließend wohl sortiert, ich behalte mir auch noch eine weitere Auswertung vor (aber ohne Garantie).

Rochade III – Quedlinburg 3,5:4,5

Quedlinburg kommt in Fahrt, spät und leider zu spät. Dieser Sieg zeigt in etwa das Potenzial der Mannschaft, welche in Zukunft in der Bezirksoberliga Magdeburg Nord spielen muss – zumindest für ein Jahr. Rochade verpasst die Krönung auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2013, mit dem Erreichten – ich erinnere an die akuten Abstiegssorgen zu Weihnachten – kann man jedoch immer noch sehr zufrieden sein.

Der Kampf gegen die stärkeren Landeshauptstädter trugen Ober- und Unterhaus gleichmäßig zum Erfolg bei. Bei Quedlinburg überzeugte Nachwuchsspieler Nico Fahsel voll – sowie Wilhelm Brandt, Jürgen Rössling und Udo Pape mit Abstichen. In einer schlussendlich sehr ausgeglichenen Rochade Mannschaft sind die Leistungen der beiden „echten“ Spitzenbretter am höchsten zu bewerten.

Rochade II – SV Lok Aschersleben 4:4

Leider sehr wenig Kampf hier, als ich um halb 11 die Aktivitäten begutachten wollte, sah ich leider bloß noch – zu Recht – feierfreudige  Rochade-Spieler und einen Kasten Bier. Ehrlich gesagt hätte ich mir eine etwas ambitioniertere Leistung von den zu Saisonbeginn sehr ambitionierten Ascherslebenern erwartet. Zum Kampf braucht man, da im Prinzip nicht wirklich stattgefunden, eigentlich nichts zu sagen. Zu Loben ist erstmal die Effizienz der Magdeburger, wäre man immer so effizient gewesen, dann würde man nie in der LL spielen. In 8 von 9 Spielen hätte jeder BP Verlust einen MP Verlust bedeutet, gegen deutlich schwächere Burger (II) gab es einen 5:3 Kantersieg. Mit 6 BP weniger als die Verfolger hat man einen MP mehr gesammelt – dem gebührt Respekt und damit der absolut berechtigte Aufstieg. Viel Erfolg im nächsten Verbandsliga Jahr! Aschersleben kann mit der durchwachsenen Saison schlussendlich auch zufrieden sein. Zu oft war die Mannschaft ersatzgeschwächt, die ambitionierten Vorhaben konnten dadurch leider nicht umgesetzt werden. Hoffentlich hält die Truppe so auch im kommenden Jahr zusammen!

Die individuellen Leistungen der Magdeburger sind eigentlich gar nicht so stark, ist aber auch nicht nötig wenn 4,5 Punkte immer reichen. Bestnoten auf Seiten der Hauptstädter verdienen sich Hans Schwarz und Andreas Weitz, bei Aschersleben sind Familie Wölfer und Detlef Weidner hervorzuheben.

Bernburg – Burg II 4,5:3,5

Bernburg tat sich gegen Burg II lange Zeit schwer (O-Ton), und zwar sehr zum TuS Leidwesen, denn hier musste immer geschaut werden, dass auf dem Weg zum 5:3 nicht komplett überzogen wird, denn dann hätte Burg noch den Sprung auf Platz 8 schaffen können! Nachdem es nach 2h sogar noch fast nach einem knappen Burger Sieg aussah – Brett 1 und 3 hatten da bereits remisiert – konnte sich schlussendlich die Bernburger Routine durchsetzen. Ein knapper Sieg stand somit zur Buche. Bernburg nach verhaltenem Start noch auf Rang 2 (Achtung im Unterschied zur offiziellen Tabelle), ich traue der Mannschaft aber durchaus auch mal wieder die Verbandsliga zu, wenngleich man dort aber Underdog wäre. Burg spielte m.E. eine starke Saison, der Klassenerhalt war nicht soweit weg wie gedacht. Der 9. Platz – vor Quedlinburg – ist durchaus positiv zu bewerten. Peter Lehmann und Prof. Schmidt waren die besten Bernburger, während bei Burg II eigentlich die fast komplette Mannschaft überzeugte. Vor allem die Landesligaerfahrenen Haudegen Gerhard Berger und Klaus Nielebock konnten an die alten Zeiten anknüpfen und durchweg überzeugen. Ich bin überzeugt, dass dies nicht der letzte Auftritt von Burg in der LL gewesen sein muss, leider fehlen ein wenig die Nachwuchshoffnungen, die eine solche Mannschaft braucht.

Burg I – Hettstedt 5,5:2,5

Wie schon mehrfach betont ist Hettstedt weit von der früheren Form entfernt. Ich werte die Saison trotzdem als gutes Signal, man war in fast(?) allen Spielen Außenseiter und kann demnach mit dem erreichten durchaus zufrieden sein. Dass es zum Schluss nochmal eine Niederlage gegen Burg gibt ist verschmerzbar, sie war auch in etwa im erwarteten Bereich. Burg scheitert wieder knapp am Aufstieg und das wiederrum mit zwei 3,5-Niederlagen, da fehlt irgendwie die Rochade-II Routine, wenngleich fehlende Routine der Mannschaft eigentlich nicht vorzuwerfen ist.

Bei Hettstedt überzeugten Kai Friedrich und Karl Jacob, der sich sicher im nächsten Jahr für höhere Aufgaben empfiehlt. Die anderen hinteren Bretter rissen ein Loch in die sonst gute Hettstedter Mannschaftsleistung.

Bei Burg I sind v.a Marco König und Ingolf Sobiechowski hervorzuheben, auch die neuformierten letzten beiden Bretter (Berger, Wagner) wussten zu überzeugen, letztgenannter mit Verlustpunktfreier Saison. Ich finde es sehr spannend wie Burg im nächsten Jahr die Kräfte auf 1. Und 2. Mannschaft verteilt!

TuS – USC 5:3

Es brauchte keinen Mathematiker als Abteilungsleiter um das TuS-Ziel mit 5:3 zu definieren, schadet aber auch nicht wenn man einen hat ;)

Ich selbst habe mir – die eigene Mannschaft hatte nur 4 Gegner – einen Kampflosen zu Gunsten der Kinder erhandelt und konnte so ein wenig kiebitzen. Um 11 waren 3 Bretter schon Remis, nicht besonders schön aber durchaus verständlich. Ein Grippe geplagter Eberhard hatte dies schon vorher angedeutet, Burghards Leistung gegen ex-TuSler Prof. Rost ist als sehr stark zu bewerten und bei Peter war es gegen einen formstarken Gegenspieler nach Unorthodoxer Eröffnung eine für beide Seiten unvermeidbare Zugwiederholung. So musste Thomas ausnahmsweise gegen ex-Trainer Hans Werchan kämpfen, ich weiß, dass er das ungern tut, aber es gab höchste Order von oben;) Da auch Burg gut stand durfte aber nie überzogen werden, sonst hätte man noch direkt absteigen können…. Schlussendlich ging der Plan voll auf. Daniel zeigte, dass er in Zukunft höhere Aufgaben verdient hat und landete den dritten Punkt in Folge. Thomas knetete lange und erfolgreich am Spitzenbrett, so dass Matthias Michas Niederlage zum Wunschresultat neutralisieren konnte. Zum Abschluss nochmal ein starker Auftritt von TuS.

Bei „uns“ überzeugten – wie immer – Thomas (ich muss mir glaube zeitnah was für 50 Spiele – and counting – ohne Niederlage einfallen lassen;) sowie Burghard und Daniel.

Der USC glänzte in Form von Sven Ulrich, aber auch die Leistung von Hans Werchan am Spitzenbrett kann nicht hoch genug bewertet werden!

Ein abschließender Blick auf die Tabelle:

Aufgrund Schöneck's Sieges in Liga 2 ist der 8. save. Oben lief übrigens ziemlich viel schief. Mit Löberitz als Absteiger (spielten eine ordentliche Saison) hatte ich noch gerechnet, dass es Halle (äußerst unglücklich, in einigen Spielen aber auch mit nicht verständlicher Aufstellung) und Leipzig trifft war nicht zu erwarten. Die Oberliga wird also wieder sträker.

In der Tabelle klafft eine große Lücke zwischen dem Spitzentrio und dem Rest. Den Sprung nach oben hätte ich maximal Aschersleben zugetraut, jedoch fehlten zu oft wichtige Kräfte. Die Mannschaften von 4-8 erachte ich als relativ gleichwertig (man schaue auch auf die BP) hier hätte jeder auf 4 bzw. 8 rutschen können, oft waren es nur Nuancen die hier entschieden.

Nächstes Jahr verstärken mit Halberstadt und Tangerhütte zwei Teams die Liga, die auch als echte Verstärkung gesehen werden können. Wie der Rest aufgeteilt wird bleibt abzuwarten, ich bin sehr gespannt.

Ich bedanke mich bei allen Lesern – nach Vor-Ort Berichten so einige – und freue mich auf das nächste Jahr.

Bis dahin

Philipp