Deutschland Cup 2008

Vom 13.06.-15.06.08 findet in Calbe der Sachsen-Anhalt Ausscheid der Deutschland Cups statt. Mit dabei sind für TuS Uwe, Ingo, Philipp La. und Thomas. Während Philipp als einziger Teilnehmer seiner Gruppe bereits als Finalteilnehmer feststeht und dadurch eine Gruppe höher startet, kämpfen die restlichen Starter noch um die Qualifikation. In der 1. Runde konnte Uwe ein Remis, sowie Ingo einen Sieg erreichen. Weitere Infos folgen!
Am Ende konnten sich alle Teilnehmer für das Finale in Dresden qualifizieren. Den genauen Turnierverlauf erklärt Uwe in seinem Bericht. Endstände und Tabellen werden, soweit vorliegend nachgereicht.


Vom 13. – 15.06.2008 trafen sich die Teilnehmer der Qualifikationsgruppen in Calbe. Laut Ausschreibung sollten in jeder Gruppe zwei Vertreter der Bezirke Magdeburg, Halle und Dessau gegeneinander antreten. Die beiden Ersten der Gruppe waren dann für die Olympiade in Dresden qualifiziert. Von vielen Absagen betroffen suchten die Organisatoren Nachrücker aus den einzelnen Bezirken. Am Ende kamen 57 Schachspieler zusammen, die in Gruppen mit unterschiedlichen Teilnehmerzahlen um das Ticket nach Dresden spielten. Vom TuS hatten sich Thomas und ich direkt qualifiziert, Ingo und Philipp waren Nachrücker.

Thomas und Ingo hatten eine Fünfergruppe, so dass sie jeweils einmal spielfrei hatten. Wie es sich für einen Freitag den 13ten gehört erwischte ich eine 6er Gruppe und hatte somit volles Programm. Philipp Lange, unser Glückspilz, war der einzige in seiner Gruppe und somit schon vor Spielbeginn Olympiateilnehmer. Damit er nicht umsonst angereist war durfte er eine Gruppe höher spielen. Um es vorweg zu nehmen, mit 2 Niederlagen und einem Remis schlug er sich tapfer. Die Analyse der Partien ergab, dass durchaus mehr "drin" gewesen war.

Da ich selbst spielte konnte ich die übrigen Partien nicht so gut verfolgen, aber die Ergebnisse werde ich nach und nach einfügen. Laut DWZ-Zahl waren zwei über 1800 und drei zwischen 1650 und 1675 in meiner Gruppe. Mit meinen 17 und ein bisschen konnte es nur lauten – gegen die oberen Remis und sonst volle Punkte mit der Hoffnung, dass es im Spitzenspiel einen Sieger gibt. Mit Thomas Mühlen hatte ich gleich am ersten Abend einen Brocken. Wir haben schnell einige Figuren abgetauscht und nach 15 Zügen willigte er überraschend in mein Remisangebot ein. Bei unserem Thomas lief es nicht so gut, denn er begann das Turnier mit einer Null. Besser war Ingo, der an diesem Abend als einziger TuSler einen Sieg erspielte.

Der zweite Tag begann laut meiner Planung mit einer Pflichtübung. Nach 54 Zügen hatte mein Gegner noch 2 Minuten Restzeit. Angesichts eines Mehrbauern und noch 20 Minuten Zeit auf meiner Seite gab er auf. Thomas war spielfrei und Ingo wiederholte seinen Erfolg vom Vortag.

Nachmittags ging es dann gegen den Alexander Müller, den Favoriten unserer Gruppe. Planmäßig bot ich nach 24. Zügen Remis was allerdings kommentarlos abgelehnt wurde. Zum Glück, denn einige Züge später hatte ich mir einen Vorteil erspielt und die restlichen 15 Züge spielten sich fast von selbst. So ist das mit den Vorsätzen, zwei Punkte wollte ich auf meinem Konto und jetzt waren es 2½. Thomas gewann seine erste Partie und Ingo konnte mit Glück ein Remis erreichen.

Der letzte Tag begann für mich recht erfolgreich. Nach 26 Zügen hatte ich die Qualle und einen Bauern mehr. Mein Gegner wollte sich nicht quälen und gab auf. Thomas spielte Remis und lag noch gut im Rennen. Ingo hat etwas überzogen und verlor seine Partie. Da er in der letzten Runde spielfrei war musste er auf Hilfe der Mitspieler hoffen um das Ticket nach Dresden doch noch zu erhalten. Und es hatte Glück, sie spielten alle für Ingo. Er wurde am Ende sogar Gruppensieger. Thomas gewann seine letzte Partie und somit waren drei Spieler punktgleich. Im Blitzentscheid konnte er den zweiten Platz belegen und darf ebenfalls nach Dresden.

Was war mit mir? Ich stand schon vor der Endrunde als Landessieger fest und so spielte ich auch, lustlos. Nach 15 Zügen hatte ich eine Qualle weniger und quälte mich noch bis zum 59. Zug, dann gab ich auf.

Somit haben sich alle Vertreter unseres Vereins qualifiziert und werden versuchen im November in Dresden den TuS 1860 Magdeburg Neustadt würdig zu vertreten.

Uwe Lechnauer