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Ramada Cup Bad Soden

Vom 25.04.-27.04. findet das letzte Ramada-Qualifikationsturnier der Serie 2007/2008 in Bad Soden statt. Mit dabei sind auch Uwe, für den es nach Kassel und Hamburg bereits das 3 Turnier dieser Serie ist und Wolfgang. Während Uwe schon die Qualifikation für die D-Gruppe in der Tasche hat, möchte Wolfgang diese noch erreichen.
Nach 2 Runden konnte sich Uwe mit 2 Siegen in der Spitzengruppe etablieren. Wolfgang erreichte 2 Remis und liegt im Mittelfeld. Da nur 47 Teilnehmer gemeldet sind hat auch er noch alle Chancen!
Nach 4 Runden liegt Uwe mit 3 Punkten auf Platz 3 und hat damit noch alle Chancen. Wolfgang liegt mit 4 Remis im Mittelfeld - aber vielleicht ist mit einem abschließenden Sieg aufgrund einiger Vorqualifizierter auch noch etwas drin - beiden viel Erfolg bei der letzten Runde!
In Runde 5 verloren beide TuS-Spieler. Für Uwe springt bei seinem 10. Ramada-Turnier damit am Ende Platz 10 heraus - Wolfgang wurde 33.
Uwe hat die Geschehnisse von Bad Soden in einem Bericht zusammengefasst!

Turnierseite

Ein Wochenende in Bad Soden

Zum letzten Qualifikationsturnier für die Endrunde in Magdeburg wurde zum Endspielort des letzten Jahres, Bad Soden, geladen. Eine gute Gelegenheit für die bereits erreichte Endrunde zu trainieren. Wolfgang, mein Mitstreiter, wollte die Gelegenheit nicht verstreichen lassen und sich, wie Micha und ich, einen der Endrundenplätze sichern. Als ich ihn dann am Donnerstag abholte, stieg er mit einer Erkältung inklusive leichter Temperatur und dem gewonnen Kampf gegen den inneren Schweinehund bei mir ein. Immerhin mit dem Vorsatz das Beste daraus zu machen.

Naja, 430 km weiter konnten wir unsere Zimmer beziehen und die Zeit bis zum nächsten Morgen nutzen um so fit wie möglich am Brett zu sitzen. In unserer Gruppe hatten sich 46 Spieler angemeldet, wovon Wolfgang und ich an 4 und 5 gesetzt waren. Somit saßen wir auch um 10 Uhr am Tisch der Bretter 1-5, sozusagen am "Spitzentisch" und warteten auf den üblichen Spruch "Bretter frei, Schwarz drückt die Uhren". Mit Schwarz bekam ich Albins Gegengambit aufs Brett. Im 16. Zug wollte mein Gegner die Qualle nicht geben und verlor dadurch eine Leichtfigur. 10 weitere Züge später gab er auf. Bei Wolfgang lief es nicht ganz so gut und er bot Remis, was sein Gegner gerne annahm. Da auch die Gesetzten 1 und 3 keinen vollen Punkt einspielten rückte ich für die zweite Runde ans zweite Brett vor. Mein Gegner spielte auf e4 die Pirc-Ufimzew Verteidigung. Im 16. Zug gewann ich einen Springer und quälte mich noch bis zum 42., bis er zwei Züge vor dem Matt endlich aufgab. Wolfgang hatte, wie am Vormittag, Remis gespielt und war auf Grund seines gesundheitlichen Zustandes mehr oder weniger zufrieden mit dem Tag.

Viel vorgenommen hatten wir uns für den Samstag. 10 Minuten vor Spielbeginn platzte der Reißverschluss meiner Hose. Was tun? Eigentlich wollte ich wie am Vortag mit Hemd und Krawatte spielen, schließlich ist man ja etwas abergläubisch. Nun musste ein Pullover her, der wenigstens so lang war um den Schaden zu überdecken. Wieder am zweiten Tisch und wieder Albins Gegengambit. Den Reißverschluss hatte ich schon fast vergessen und mein Freund "Fritz" sieht mich bis zum 20. Zug immer leicht in Vorteil. Drei, vier ungenaue Züge und plötzlich wendete sich das Blatt. Ein Remis wäre sicher drin gewesen, aber ich sah eine Kombination, die überhaupt nicht ging und verlor die Partie. Wolfgang teilte sich abermals den Punkt mit seinem Gegner und hat sich somit schon fast von der Endrunde verabschiedet. In der Pause wurde sich mit Nadel und Faden bewaffnet auf die vierte Runde vorbereitet. Auch die Krawatte saß wieder, was bei der Überreichung der Urkunde für meine 10. Teilnahme fürs Internet festgehalten wurde. Mein Gegner hatte einen halben Punkt Vorsprung und versuchte es mit Caro-Kann. Eine Kampfpartie, bei der ich nach 25 Zügen drei Bauern vor hatte. Eine Ungenauigkeit einige Züge später ließ es dann doch noch bis zum 44. Zug dauern, bis er mir die Hand zum Sieg reichte. Lag es an der Krawatte? Wolfgang müsste es auch mal probieren, denn er kam wieder nur zu einer Punkteteilung.

Am Sonntag hatten 2 Spieler 3½ Punkte, gefolgt von 7 Spielern mit 3 Punkten. Auf Grund der besten Zweitwertung hatte ich Chancen bei einem Sieg mich ganz vorne zu platzieren. Ein Remis würde bei ungünstigstem Ausgang immer noch für den sechsten Platz reichen. Somit war Hemd und Krawatte Pflicht. Vierspringerspiel, seltene Züge, nennt "Fritz" die Eröffnung, die am dritten Brett gespielt wurde. Schon bald kam ich gewaltig unter Druck, was mir eigentlich liegt, denn man wird richtig zum Überlegen gezwungen. Nicht überlegt habe ich in der folgenden Stellung.
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Hier spielte ich schnell 24….Tf7. 

"Fritz" bewertet die Stellung mit +0,38, den übersehenen Gewinnzug aber mit -2,15.

So kam es wie es kommen musste, ich opferte später Läufer und Springer für Turm und zwei Bauern und lehnte ein Remisgebot ab. Aber zwei Läufer gegen Turm waren dann doch stärker.

Auch Wolfgang hatte nicht seinen besten Tag und stellte im 11. Zug die Dame ein. So konnten wir trotz Krawatte auf die Siegerehrung verzichten und fuhren mit Platz 10 und 33 etwas geknickt nach Hause.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass sechs Spieler der D-Gruppe 4 Punkte erreichten. Ich hoffe, dass ich die Chance bekomme meine beiden Niederlagen gegen die Erst- und Zweitplatzierten in Magdeburg wieder wett zu machen. Nach der vorläufigen DWZ-Auswertung habe ich meine Zahl gehalten, während Wolfgang 30 Punkte einbüsste. Zurückblickend ist zu sagen, dass ich in Bad Soden meine schönsten Partien gespielt habe, Hamburg das lockerste und Kassel mit der Qualifikation das zweckvollste Ramadaturnier war.

Jetzt wartet vom 22.-24. Mai die Endrunde. Hier werde ich versuchen alles unter einen Hut zu bekommen. Zweckvoll und locker die schönsten Partien für einen erfolgreichen Abschluss. Wenn da nur nicht Micha und die anderen 34 Spieler wären.

Uwe Lechnauer