Landesliga A - 6. Runde 1.2.2015

Ich konnte doch die hochgesetzten Versprechen nicht halten und habe einen Spieltag Rückstand, dennoch ein paar Worte zur 6. Runde der LL A. Auf Blicke nach „nebenan“, „oben“ und „ganz oben“ wird ab dieser Stelle verzichtet, dies erfolgt mit Bericht zur 7. Runde.

Aufbau Bernburg – TuS 1860 MD 5:3

Bernburg konnte den Fluch der letzten Spiele entkommen und einen – auf dem Papier – klaren Sieg gegen TuS landen. Den Grundstein legten 3 Punkte im Oberhaus – welches sich bei TuS so langsam als kleine Hypothek entwickelt. Das 2:2 im Unterhaus ist eher ein Pluspunkt für die Magdeburger, denn an 3 Brettern wurde gegen teils erheblich stärkere Gegner gekämpft. Wenngleich sich das Ergebnis deutlich liest, so ist nach Betrachtung der Partien zu erkennen, dass der Sieg doch ziemlich schmeichelhaft war. Thomas an 2 hatte eigentlich eine gewonnene Stellung, ihm fehlt aber diese Saison das Quäntchen Glück auch die vollen Punkte zu erspielen. Micha und Daniel an 3 und 4 hatten leider haarsträubende Aussetzer in ihren Partien. Wer so viele Chancen nicht nutzt hat einen Sieg auch nicht verdient. Während TuS sich nun primär nach unten absichern muss, ist die Luft für Bernburg wieder viel angenehmer, mit dem Abstieg sollte die Mannschaft nun nichts mehr zu tun haben.

Bei Bernburg gefällt nach wie vor Bernd Wagner, der Rest der Mannschaft kann aber auch ordentliche Resultate vorzeigen, die Bernburger Brettpunkte sind weiterhin gut, nur bei den MP hapert es weiterhin ein wenig. Beim TuS sind die Leistungen von Uwe an 7 und Thomas S. an 8 hervorzuheben.

USC MD II – Lok Aschersleben 3;5:4,5

Die Zweite Vertretung des USC muss erstmals auf ihr Spitzenbrett verzichten und bekommt gegen Aschersleben promt vorne ein 4:0 eingeschenkt. Dass es keine Klatsche wurde, ist dem Unterhaus zu verdanken, hier erreichten die Hauptstädter aus leichter Außenseiterposition 3,5 Punkte. Die Magdeburger zeigen eigentlich Spiel für Spiel eine couragierte Leistung, werden aber wieder nicht belohnt. Die Anzahl knapper Ergebnisse ist erschreckend hoch. Gerade die Teams in Außenseiter Situation müssen diese Chancen besser nutzen, es fehlt an den entscheidenden Stellen das Quäntchen Glück. Der USC weiterhin in Abstiegsgefahr, zwar stehen mit den Spielen gegen TuS und Wahrburg noch 2 mehr oder weniger dirkete Duelle aus, doch sind auch Brettpunkte irgendwann ein Thema. Positiv ist anzumerken, dass die Zweite USC Vertretung mit einem sehr kleinen Spielerkader auskommt, auch wenn der LL Ausflug nur ein Ein-Jahresstint sein sollte, so wird er der mannschaftlichen Geschlossenheit keinen Abbruch tun.

Wahrburg – Calbe 4:4

Ausrufezeichen durch den Liga-Underdog. Gegen die bisher gut aufgelegten Calbenser konnte ein 4:4 erreicht werden. Insbesondere die letzten 4 Bretten (4* DWZ Nachteil) sind mit 3 beigesteuerten Zählern hervorzuheben. Beide Teams traten ersatzgeschwächt an, während bei Wahrburg vor allem Eric Ahlers an Brett 2 fehlte, gab es bei Calbe gleich mehrere Ausfälle, unter anderen von Top-Scorrer Alfred Weigelt. Wenngleich Calbe immernoch als überlegender Favorit in die Begegnung gegangen ist, wurden einige Spieler mit wenig Landesliga Erfahrung eingesetzt. Es zeigt sich an dieser Stelle, dass die Wertzahl hier nicht alles ist, denn die über die Saison etablierten, aber schwächeren Wahrburger konnten im Unterhaus ordentlich Gas geben. Während das Unentschieden – aus meiner Sicht den Calbenser Abschied von wahrscheinlich sowieso nicht vorhandenen Aufstiegsträumen bedeutet, gibt das Resultat Wahrburg noch einmal ein kleines Fünkchen Hoffnung. Zwar hat Rochade mit überraschendem Sieg gegen AEM nun 2 MP und auch BP Vorsprung, aber noch ist Wahrburg, ein Sieg gegen den USC vorausgesetzt, zumindest theoretisch noch der Sprung auf Platz 8 zuzutrauen. Der letzte Spieltag kann also durchaus nochmal spannend werden:)

Bei Calbe überzeugen Ralf Dahlke und die diesmal pausierenden Alfred Weigelt und Karl-Heinz Ulrich. In Wahrburg ist Altmeister Dieter Ahlers sowie Antke Peters mit dem nunmehr 6. Remis in Folge hervorzuheben.

USC I – Tangerhütte 6,5:1,5

Das Ergebnis war eine Wucht, kommt für mich persönlich völlig unerwartet. Der USC hatte die letzten Spieltage m.E. etwas mehr gestrauchelt als erwartet, Tangerhütte hingegen befand sich voll auf Kurs, mit zuletzt tollen Ergebnissen. Da kommt diese Klatsche überraschend. Klar Tangerhütte hatte einen Ausfall mehr als gewünscht und folglich an 7 und 8 Probleme. Aber das ist das Team gewohnt, so dass die 1,5 Punkte bei halbwegs hergestellter Chanchengleichheit an 1-6 schon ein hartes Pflaster sind. Aus Altmärker Sicht gibt es am Ergebnis wenig schön zu reden, was an der bisher immer noch sehr guten Saison allerdings nichts ändert (zuletzt 4 Siege in Folge). Punktgleichstand mit AEM auf Platz 4 liegend erfüllen die Tangerhütter ihre Ansrpüche sicher voll und ganz. Der USC konnte durch den überraschenden Patzer von Calbe die Tabellenführung zurück erobern. Die 3 ausstehenden Duelle sollten dafür sorgen, dass bis zuletzt für den Aufstieg gekämpft werden muss.

Beim USC überzeugen viele Spieler, insbesondere aber Thomas Bundrock, Igor Lyashkevych und Thomas Reichert. Tangerhütte definiert sich vor allem über Ausgeglichenheit, Zuverlässigkeit und Stärke im Oberhaus (17/28 der ersten 5 Bretter).

Rochade III – AEM III 4,5:3,5

Beide Vereine profitierten vom Spielfreien Sonntag der oberen Mannschaften und können verhältnismäßig starke Mannschaften aufbieten. Während AEM in der Vergangenheit in der Lage war Ausfälle durch starke jugendliche Nachrücker zu kompensieren, profitierte insbesondere Rochade von den Verstärkungen im Oberhaus. Die führte dazu, dass die Spieler die an den vorderen Brettern den rauen Landesliga gewohnt waren, hinten nun voll durch ziehen konnten. 3,5:0,5 lautete so das überraschende Ergebnis im Unterhaus. AE war zwar in der Lage die leichten Vorteile im Oberhaus in Punkte umzumünzen, selbst die erzielten 3 Zähler sind aber nicht genug um die ungewohnte Schwäche unten auszugleichen. AE muss sich nun wohl vom Aufstieg verabschieden – der zweifellos nie Thema war und vor der Saison auch als völlig unrealistisches Ziel gegolten hätte, mittlerweile aber den Charme der Entlastung der Zweiten Mannschaft mit sich gebracht hätte. AE II kämpft – aus meiner Sicht völlig überraschend – um das Überleben in der Verbandsliga und dass sogar in günstigen OL-Szenarien. Rochade III zeigt sich mal wieder als Stehaufmännchen der Liga – totgesagte leben eben doch länger. Schon in den Vorsaisons war die 3. Vertretung der Hauptstädter so schlecht in die Liga gestartet, dass zur Winterpause der Abstieg quasi fest stand. Ähnlich dieses Jahr, und wieder beweist die Truppe um den diesmal pausierenden Hans-Georg Döhler, dass man in den entscheidenden Momenten voll da ist. 3 MP gegen die Magdeburger Konkurrenten AEM und TuS verleihen Rochade III neues Leben und hieven das Team auf einen – zumindest nicht sicher feststehenden – Abstiegsplatz. Die Distanz zu Platz ist ebenfalls hergestellt auch wenn die am ersten Spieltag vergeigten BP wie ein Damoklesschwert über dem Team hängen.

Beste Scorrer bei Rochade ist weiterhin Lothar Hesse, aber auch Rainer Darius punktete zuletzt gut. Bei AEM sind Hendrik Strumpf und David Rickmann hervorzuheben.